Keine Anzeichen einer Belebung – die sächsische M+E-Industrie setzt Schrumpfungsprozess fort

Anlässlich der Veröffentlichung des SACHSENMETALL-Konjunkturreports erklärt SACHSENMETALL-Präsident Dr. Jörg Brückner:

„Es gibt leider nach wie vor kein wirkliches Zeichen für eine Trendwende in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie – allenfalls eine leichte Verlangsamung des wirtschaftlichen Abschwungs. In den ersten zehn Monaten des Jahres sind Umsatz und Auslandsumsatz erneut geschrumpft, nachdem es bereits im vergangenen Jahr kräftig bergab ging.

Die Auslastung bewegt sich nahe einem Niveau, das wir sonst nur aus der Finanz- und der Coronakrise kannten, und reicht bei Weitem nicht aus, um die Beschäftigung stabil zu halten. Folglich musste unsere Branche in den vergangenen 24 Monaten rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen; in der übrigen sächsischen Industrie gingen weitere 3.000 Stellen verloren.

Ohne grundlegende Reformen und spürbare Entlastungen wird der Standort Deutschland nicht wettbewerbsfähig sein, und die Negativspirale wird sich fortsetzen. Der Herbst der Reformen ist ausgeblieben, viele Hausaufgaben sind unerledigt. Erich Kästner hatte recht: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Folgen den Worten unserer Bundes- und Staatsregierung weiterhin nur unzureichende Taten, wird sich die Lage nicht verbessern. Durchhalteparolen sind hier fehl am Platz. Andernfalls bleiben wir Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum. Investitionen werden zurückgehalten, Standorte verlagert und Beschäftigung weiter abgebaut. Am schlimmsten aber ist: Forschung und Entwicklung finden zunehmend woanders statt. Wir verlieren den Anschluss an wirtschaftliche Dynamik und Wachstum – und damit die Grundlage für unseren Wohlstand.“

Begleitmaterial zum SACHSENMETALL-Konjunkturreport Dezember 2025

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