Deindustrialisierung schreitet voran: 8.000 Arbeitsplätze in Sachsens Metall- und Elektroindustrie verloren

Aus Anlass des vierteljährlich erscheinenden SACHSENMETALL-Konjunkturreports erklärt SACHSENMETALL-Präsident Dr. Jörg Brückner:

„Kein Industrieland wächst langsamer als Deutschland. Seit 2019 stagniert unsere Wirtschaftsleistung, seit Ende 2022 schrumpft sie sogar. Besonders das Produzierende Gewerbe leidet – und damit genau das Fundament, auf dem unser Wohlstand gründet.

Die aktuelle Situation kann man durchaus mit der Finanz- und der Coronakrise vergleichen. Denn die Produktionskapazitäten der Industrieunternehmen in Sachsen sind massiv unterausgelastet. Aktuell stehen wir bei rund 76%. Das ist nicht mehr weit entfernt von den Tiefstständen 2009 und 2020. Normal ist eine Auslastung von 85%. Erst ab diesem Wert kann der Beschäftigungsabbau gestoppt werden.

Der dafür notwendige Aufschwung ist kein Automatismus, sondern das Ergebnis verlässlicher wirtschaftlicher Rahmenbedingungen – die wir jedoch seit Jahren schmerzlich vermissen. Nach den ersten 100 Tagen und mit Blick auf den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist leider noch kein Umschwung erkennbar. Die Folge: Allein in den vergangenen zwei Jahren musste Sachsens Metall- und Elektroindustrie bereits mehr als 8.000 Arbeitsplätze abbauen.“

Anlagen:

Mitgliederlogin