Wie lassen sich Prozesse so analysieren und weiterentwickeln, dass Verbesserung an der richtigen Stelle ansetzt? Mit dieser Frage befasste sich der Arbeitskreis Industrial Engineering im TSW – Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft in Radebeul. Im Mittelpunkt stand das Wertstrommanagement, mit der sich Produktions- und Informationsflüsse sichtbar machen und Schwachstellen im Prozess systematisch herausarbeiten lassen.
Zum Einstieg führten Stephan Thieme von SACHSENMETALL und Ralph W. Conrad vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. in die Grundlagen der Methode ein. Im weiteren Verlauf erstellten die Teilnehmer einen IST-Wertstrom eines typischen Produktionsprozess der Metall- und Elektroindustrie. Betrachtet wurden die Durchlaufzeit, die Bestände im Prozess sowie das Verhältnis von Bearbeitungs- und Wartezeiten. Dabei zeigte sich, dass nur ein kleiner Teil der Gesamtdurchlaufzeit tatsächlich wertschöpfend ist.
In den anschließenden Planspielen wurde die Analyse weitergeführt und in einen Soll-Wertstrom überführt. Die Teilnehmer entwickelten den Prozess Schritt für Schritt weiter und diskutierten sehr konkret, an welchen Stellen Abläufe stabilisiert und Durchlaufzeiten verkürzt werden können. Gerade diese Überführung der Analyse in einen Soll-Zustand hat den praktischen Nutzen der Methode greifbar gemacht. Deutlich wurde außerdem, dass konzentrierte fachliche Arbeit und eine offene Arbeitsatmosphäre einander nicht ausschließen.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für den intensiven fachlichen Austausch sowie an die Referenten für die inhaltliche Gestaltung des Workshops.

