Keine konjunkturelle Entwarnung von Sachsens größter Industriebranche

Die im ifo-Konjunkturbericht Ostdeutschland und Sachsen 2025 angedeutete Stabilisierung der ostdeutschen Wirtschaft ist in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie nicht angekommen. Alle relevanten Konjunkturindikatoren bewegen sich weiterhin im negativen Bereich.

SACHSENMETALL-Präsident Dr. Jörg Brückner erklärt: „Sachsens Metall- und Elektrounternehmen kämpfen weiterhin mit einem anhaltenden Abwärtstrend. Doch auf eine spürbare Entlastung und ernsthafte Unterstützung seitens der Politik wartet Sachsens wichtigste Wirtschaftsbranche, die ein erheblichen Teil zur Wertschöpfung im Freistaat beiträgt, bislang vergebens. Noch immer bleiben Anstrengungen für ein international wettbewerbsfähiges Energiepreisniveau, eine Reform der Sozialversicherungen, verbunden mit einer spürbaren Entlastung der Arbeitnehmer bei Steuern und Abgaben, und Deregulierungen in der Phase der Absichtserklärungen stecken. Geht der Trend so weiter, bedeutet das für Sachsen ausbleibende Steuereinnahmen und steigende Arbeitslosigkeit.“

Während die Wirtschaft bundesweit im ersten Quartal 2025 leicht wuchs, geht es der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen weiterhin schlecht. Der Branchenverband warnt vor sinkender Produktion und einer Gefährdung weiterer Arbeitsplätze, wenn sich die Kapazitätsauslastung nicht bald verbessert. Immer noch gibt es zu wenig Neuaufträge. Die Unternehmen in Sachsen planen ihre Produktion sehr vorsichtig und stellen kaum neues Personal ein, was zeigt, dass sie nicht mit einer schnellen Besserung der Wirtschaft rechnen.

„Die Gesamtwirtschaft stabilisiert sich hauptsächlich dank des Dienstleistungssektors. Die Industrie befindet sich weiterhin im Abschwung“, erklärt Dr. Brückner. „Davon ist Sachsen als industriell geprägtes ostdeutsches Bundesland besonders stark betroffen. Allein in den letzten anderthalb Jahren sind über 7.700 hochwertige Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie verloren gegangen. Besonders betroffen ist die Elektroindustrie, die mit einem Stellenabbau von etwa fünf Prozent im Vorjahresvergleich zu kämpfen hat. Wir brauchen klare Signale für eine Belebung der Wirtschaft, um den Abwärtstrend zu stoppen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Sachsen zu sichern.“

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