Wie aus der aktuellen Datenerhebung der AOK PLUS hervorgeht, lag der Krankenstand in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) 2024 mit 6,8 Prozent erneut sehr hoch, trotz eines minimalen Rückgangs von 0,1 Prozentpunkten. Beschäftigte fehlten durchschnittlich 22 Tage im Jahr. Die Krankenkasse AOK PLUS versichert rund 71 Prozent der M+E-Beschäftigten in Sachsen.
Zentrale Ergebnisse:
- AU-Quote (mindestens eine Krankmeldung/Jahr): 75 Prozent (höher als im sächsischen und bundesweiten Durchschnitt).
- Kurzzeit- und Langzeiterkrankungen: Krankschreibungen bis 14 Tage verursachen 39 Prozent der Fehltage, Langzeiterkrankte (über 42 Tage) 38 Prozent.
- Höherer Krankenstand bei körperlich belastenden Tätigkeiten und bei Beschäftigten mit geringerem Bildungsabschluss.
- Ältere Beschäftigte (ab 50 Jahre) sind nicht häufiger krank, aber länger – sie verursachen 44 Prozent der Fehltage.
- Zusätzliche Fehlzeiten, beispielsweise durch Erkrankung der Kinder oder Schwangerschaft, erhöhen den Krankenstand auf 7,1 Prozent.
- Leichter Rückgang im Jahr 2025: Im April 2025 lag der Krankenstand bei 6,2 Prozent – auf dem Niveau von April 2021.
Fazit: Die M+E-Industrie in Sachsen verzeichnet weiterhin einen sehr hohen Krankenstand, wobei strukturelle Unterschiede (Tätigkeit, Alter, Ausbildung) eine zentrale Rolle spielen.