Zwei Jahre Krieg in der Ukraine: Überblick Exporte

Als Exportmarkt ist die Ukraine in der Gesamtschau vergleichsweise unbedeutend für die sächsische Wirtschaft. Von den Ausfuhren Sachsens in Höhe von 49,7 Mrd. EUR im Jahre 2023 gingen lediglich 125 Mio. EUR in die Ukraine. Damit rangiert sie auf Rang 42 der wichtigsten Exportmärkte, konnte aber zumindest wieder an das Vor-Kriegs-Niveau anknüpfen (2021: 123 Mio. EUR, Rang 42). Im Jahr des russischen Angriffs waren die sächsischen Exporte zunächst stark zurückgegangen (2022: 96 Mio. EUR, was mit Rang 47 korrespondierte).

Anders als bei anderen Exportmärkten sind die Ausfuhren in die Ukraine nicht primär von Autos geprägt (Exportanteil über alle Länder: 41 Prozent, Ukraine: 13 Prozent), sondern stärker von Vorleistungsgütern wie Erzeugnissen aus den Bereichen:

  • Chemie & Pharma (13 Prozent)
  • Metallprodukte (12 Prozent)
  • Papier, Pappe & Holz (11 Prozent)
  • Nahrung & Genuss (10 Prozent).

Im 10-Jahres-Rückblick ist ein Bedeutungsverlust der Ukraine als Exportmarkt zu beobachten (2013: 192 Mio. EUR, Rang 31). Russland hat im Übrigen im gleichen Zeitraum noch massiver an Bedeutung verloren: Konnten sächsische Firmen 2013 noch Waren im Wert von 1,33 Mrd. EUR dorthin exportieren, was mit Rang 7 korrespondierte, waren es 2023 nur noch 213 Mio. EUR (Rang 35).

Sächsischer Export (Wert) in die Ukraine

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